Wie gesund ist Kaffee | kaffee-eshop.de

WIE GESUND IST KAFFEE WIRKLICH

Kaffee ist eine uralte Kulturpflanze. Genauso alt wie ihre Nutzung durch den Menschen sind jedoch die Legenden, die sich um die Coffea ranken und an die selbst ausgewiesene Kaffee-Kenner zum Teil bis heute glauben. Viele dieser Mythen begegnen uns als bange Fragen: Entzieht Kaffee meinem Organismus Wasser? Führt er automatisch zum früheren Herzinfarkt?

Stellt regelmäßiger Kaffeegenuss vielleicht sogar eine gefährliche Übersäuerung des Körpers dar, bei der die Endstation Krebs bereits vorprogrammiert ist? Erfahren Sie hier mehr darüber, wie ungesund oder gesund Kaffee wirklich ist.

2014 baute eine Südkoreanerin die größte Kaffeetasse der Welt. Stolze 3,3 Meter hoch und 2,62 Meter breit, fasst das Rekordexemplar 14.000 Liter Kaffee. Ohne jede Frage: Eine solch exorbitante Menge an Kaffee ist - versucht man, sie auf einmal auszutrinken - ganz sicher extrem ungesund. Aber wie verhält es sich mit jener Menge, die zum Beispiel die Deutschen trinken, im Durchschnitt immerhin etwa einen halben Liter pro Tag und Kopf?

Ist das nicht ebenfalls höchst bedenklich? Und vielleicht sogar der Grund, warum es heuer so viele Hitzköpfe gibt? Ist es am Ende der Kaffee, der unseren kollektiven Blutdruck in Höhen treibt, in denen vernünftige Argumente ungehört verhallen?

Zeit für einen kleinen Faktencheck, bei dem wir die gängigen Vorurteile über die angeblich gesundheitsschädigenden Eigenschaften des Kaffeetrinkens einmal auf den Prüfstand stellen. Denn um herauszufinden, wie gesund Kaffee wirklich ist, ist es sicherlich nützlicher zu erfahren, was Medizin und Wissenschaft zu diesem Thema sagen, als sich auf die Weisheiten des Volksmunds zu verlassen.

Vorurteil Nummer 1: Kaffee pusht den Blutdruck und überreizt die Nerven

Wir alle kennen ihn: Den Kaffee-Choleriker. Kaum hat er zwei, drei Tassen intus, wird er latent unruhig, tigert rastlos auf und ab und bekommt einen leicht starren Blick. Seine Erklärung für seinen veränderten Status: Der Kaffee - so merke er ganz genau - treibe seinen Blutdruck in die Höhe und zerre deutlich spürbar an seinem Nervenkostüm. Das Problem ist nur: Wissenschaftler haben schon vor über einem Jahrzehnt bewiesen, dass der Konsum von Kaffee so gut wie gar keinen messbaren Einfluss auf unseren Blutdruck hat. Der Kaffee-Choleriker ist also kein Opfer des Kaffees, er ist vielmehr ein Opfer seiner eigenen Suggestion. Weil er sich einbildet, Kaffee pushe seinen Blutdruck, bringt er sich beim Konsum desselben zuverlässig von selbst in Rage.

Auch dass Kaffee die Nerven strapaziere, ist eher der Einbildung geschuldet als den Tatsachen. Denn natürlich belebt uns das im Kaffee enthaltene Koffein. Fakt ist aber auch, dass es zudem die Konzentrations-, die Merk- und die Beobachtungsfähigkeit erhöht. Uns also durchaus wacher macht. Aber keineswegs zwangsläufig hektischer oder genervter.

Vorurteil Nummer 2: Kaffee entwässert den Körper

In guten Kaffeehäusern wird zum Kaffee - ganz gleich, ob er als Brauner, als Cappuccino, Latte Macchiato oder als einfacher Espresso daherkommt - immer ein kleines Glas Wasser gereicht. In jedem dieser Kaffeehäuser sitzt außerdem garantiert ein "Experte", der Ihnen gerne erklären wird warum, sofern Sie das Pech haben, mit ihm ins Gespräch zu kommen.

Weil nämlich, so seine Ansicht, Kaffee dem Körper Wasser entziehe und beim Kaffeekonsum daher die eherne Regel gelte, nach der jede Tasse Kaffee einen ähnlich austrocknenden Effekt auf den Organismus habe wie eine halbe Stunde Wüstenmarsch. Kurzum: Reichte man uns das Wasser nicht, wären wir alle im Nu Dörrpflaumen.

Mein Tipp: Hören Sie nicht auf den Spinner. Denn es ist längst wissenschaftlich belegt, dass Kaffee dem Körper kein Wasser entzieht, sondern wie die meisten anderen Getränke positiv zur Flüssigkeitsbilanz Ihres Organismus beiträgt.

Eine leichte Entwässerung wurde nur bei Menschen beobachtet, deren Körper noch nicht an Kaffee gewöhnt war. Schon bei nur gelegentlichem Konsum blieb dieser Effekt jedoch dauerhaft aus.

Vorurteil Nummer 3: Kaffee übersäuert und begünstigt die Entstehung von Krebs

Besonders hartnäckig hält sich nach wie vor die Legende von der Übersäuerung durch Kaffee. Sie beruht auf den Lehren früherer Generationen von Ernährungspäpsten, die davon ausgegangen sind, wenn wir unserem Körper Säure zuführen (Säure im Kaffee), dass wir dann automatisch auch unseren Körper übersäuern. 

Und damit natürlich auch automatisch riskiere, Sodbrennen und Geschwüre zu bekommen.


Heute wissen wir: Das ist Unfug. Zum einen existiert kein solcher einfacher Zusammenhang. Zum anderen haben Forscher in Langzeitstudien den Nachweis erbracht, dass regelmäßiger Kaffeekonsum das Risiko, an bestimmten Krebsarten zu erkranken, um rund 20 % senkt.

Vorurteil Nummer 4: Kaffee "geht aufs Herz" und belastet den ganzen Organismus

Manchen Vorurteilen gegenüber dem Kaffee merkt man ihre Unsinnigkeit schon an der Formulierung an. Das ist ganz sicher der Fall bei der - oft allerdings mit inbrünstiger Überzeugung vorgetragenen - Aussage, Kaffee "gehe aufs Herz". Wie die irrige Annahme zustande kam, Kaffee begünstige Herzerkrankungen und den Verfall des Blutkreislaufsystems, weiß heute keiner mehr.

Allenfalls lässt sich vermuten, hier wurden Kaffee und Tabak völlig zu Unrecht in einen Topf geworfen, weil viele Raucher nun einmal auch Kaffee trinken. Fakt ist aber: Kaffee hat einen durchblutungsfördernden Effekt und schützt auf diesem Weg das Herz-Kreislauf-System.

Dabei spielen sowohl die Kaffeesäure als auch über eintausend weitere bei der Zubereitung von Röstkaffee entstehende bioaktive Verbindungen eine Rolle, denen zudem entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben wird.

Das Zusammenspiel der anderen Organe wird durch Kaffee offenbar ebenfalls positiv beeinflusst. So soll das im Kaffee enthaltene Koffein bei der Prävention von Erkrankungen wie Depressionen, Alzheimer und Parkinson viel bewirken. Darüber hinaus entwickeln begeisterte Kaffeekonsumenten nach den Erkenntnissen verschiedener Studien seltener eine Leberzirrhose oder einen Diabetes Typ 2.

Auch wenn es, wie eingangs gezeigt, sehr große Kaffeetassen gibt, und auch wenn die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft dem Kaffee viele gesundheitsfördernde Eigenschaften bescheinigen - ein Grund, Ihren Kaffeekonsum in Zukunft stark zu steigern, ist das nicht. Denn eine Kaffee-Überdosierung ist durchaus möglich. Sie sollten bei einer als moderat geltenden Menge von vier bis sechs Tassen am Tag bleiben und diese am besten nicht dauerhaft überschreiten. Für Schwangere sind sogar höchstens ein bis zwei Tassen am Tag angezeigt, da ihr Stoffwechsel das Koffein nur sehr langsam abzubauen vermag.

Zum Schluss noch ein Tipp: Am gesündesten ist Röstkaffee, wenn Sie ihn bevorzugt ohne Milch genießen. Denn dann regt er die Zellerneuerung und die Entschlackung Ihres Körpers besonders effektiv an.

Liebe Grüsse - Walter Gefäll

BIO / Fair Trade / UTZ /

Alle ansehen