Pour Over Kaffee

Slow Coffee für Genießer

Nach wie vor ist der gute alte Filterkaffee – auch Pour Over genannt – ein Dauerbrenner unter den Kaffeezubereitungsarten. Viele trinken ihn öfter als die Varianten mit Milch und der langsame Kaffeegenuss steht hier im Vordergrund. Trendige Bars und Cafés führen das It-Getränk bereits auf ihren Karten und locken damit die Besucher an.

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Der Ursprung 

Dank Melitta Bentz gibt es Filterkaffee in dem Ausmaß, wie wir ihn heute kennen. Anfang des 20. Jahrhunderts setze die Melitta-Gründerin den Trend. Mithilfe einer Messingdose und einem Löschpapier bastelt sie einen Filter und nutzt ihn als Filtertüte, um Kaffee aufzubrühen, der weniger bitter ist als der ihr bekannte. Dort startete die Reise des Kaffeefilters und er ging um die Welt. Auch heute ist der Pour Over in vielen Ländern eine beliebte Wahl, um den Kaffeedurst zu stillen. Durch die Third Wave Bewegung wurde ihm neues Leben eingehaucht: Das langsame Aufbrühen zelebrieren Kaffeefans auf der ganzen Welt. Dabei wiegen sie grammgenau ihre Bohnen ab, mahlen diese mit Kaffeemühlen fein und gießen das Pulver am Ende mit Genuss auf. In vielen Cafés steht Filterkaffee wieder auf der Karte, denn die Nachfrage wird immer größer. 

Bei den deutschen Kaffeeliebhabern gehört Pour Over zum Standard-Repertoire. Im Großen und Ganzen ist Pour Over Kaffee nichts anderes als Filterkaffee, denn “to pour over” heißt “übergießen”. Ganz wie früher bei Oma wird der Kaffee mit dem Handfilter zubereitet. Der Name Pour Over Coffee stammt vom Big Apple, denn dort wurde 2012 das erste Mal davon gesprochen. So beeinflussen die Amerikaner eine Wende in ihrer Kaffeegeschichte und Filterkaffee wird zum Trend, obwohl sie bis dato nicht für Kaffee bekannt sind.

Was hat es mit den Waves auf sich? 

Lange galt Kaffee als Luxusprodukt, denn er war schwer erhältlich und nur in einzelnen Regionen bekannt. Mit der First Wave nach dem Zweiten Weltkrieg fand er seinen Weg in Supermarktregale und war für viele Menschen zugänglich. Das schwarze Gold wurde in Massen konsumiert, Geschmack und Qualität waren zweitrangig. Die Second Wave hielt Einzug, als der Wettbewerb zwischen Kaffeeherstellern immer größer wurde. Hier standen kreative Schöpfungen im Fokus. Letztlich verhalf die Third Wave zum Weg zurück zu einem Qualitätskaffee mit vollmundigem Geschmack. Dabei ist der Ursprung des Kaffees wichtiger als je zuvor, doch auch wie er angebaut und die Mitarbeitenden vor Ort behandelt werden. Baristakurse sind ebenfalls in: Hier lernen Sie den Kaffee wie die Baristas selbst zuzubereiten. 

Eine Feier des Kaffeegenusses

Pappbecher, künstliche Aromen und hektisches Trinken zerstören jeden Genuss. Ein Umdenken ist angesagt: Wer seinen Kaffee per Filter zubereitet, nimmt sich bewusst Zeit und genießt das Getränk in vollen Zügen. Suchen Sie sich einen gemütlichen Platz mit Ihrer Lieblingstasse und lassen sich vom Aroma begeistern. Der Kaffeefilter hält feinste Partikel auf, die ansonsten in den Kaffee übergehen würden – Filterkaffee wird dadurch fein nuanciert, mit einem leichten Körper und feinem Geschmack.

Essentials für guten Pour Over Kaffee

Beim Filterkaffee gießen Sie Brühwasser über das Kaffeemehl im Filter, damit der Kaffee schonend und langsam extrahiert wird. Dazu nutzt man sogenannte “Dripper”, die dank Papierfilter einen extra klaren Kaffee brühen. Außerdem benötigen Sie: 

  • Frische Kaffeebohnen 
  • Kaffeemühle 
  • Handfilter (Kunststoff, Keramik oder Glas)
  • Kaffeekanne 
  • Filterpapier (auf den Handfilter abgestimmt) 
  • Wasserkessel (ermöglicht langsames, genaues Aufgießen)
  • Optional: Küchenwaage (hilft beim Einhalten der Brew Ratios)

Die Wahl des Zubehörs entscheidet darüber, ob Ihr Filterkaffee perfekt wird oder nicht. Natürlich benötigen Sie nicht alle genannten Gegenstände, sie sind jedoch empfehlenswert. 

Zubereitung von Pour Over Kaffee

Einen guten Pour Over Kaffee zuzubereiten ist mit dem richtigen Zubehör und etwas Übung kein Problem. Im Handfilter werden die Aromen besonders gut aus dem Kaffee gefiltert. Das Filterpapier sorgt dafür, dass feine Sedimente und Schwebstoffe herausgefiltert werden. Für die Zubereitung sind Geduld, Fingerspitzengefühl und Zeit gefragt, damit gelangen Sie Schritt für Schritt ans Ziel.  

Schritt 1: alles bereitlegen 

Stellen Sie alle Utensilien für die Kaffeezubereitung bereit. Nun geht es daran, die Kaffeebohnen frisch zu mahlen, damit Sie das bestmögliche Aroma erhalten. Stellen Sie dafür den Mahlgrad an Ihrer Kaffeemühle ein. Für die Pour Over Methode eignet sich Kaffeemehl mit einem mittleren Mahlgrad (ähnlich wie Feinzucker). Damit keine überschüssigen Fasern in den Kaffee gelangen, einmal vorher den Filter durchspülen.  

Schritt 2: Wasser kochen, Filterpapier

Zunächst das Filterpapier in den Kaffeebereiter setzen (in die Kanne oder einen separaten Handfilter), parallel dazu das Wasser aufkochen. Füllen Sie dieses in den Wasserkessel und lassen es kurz stehen, um die gewünschte Brühtemperatur von 95 Grad Celsius zu erreichen. 

Damit keine überschüssigen Fasern in den Kaffee gelangen und der Filter etwas angefeuchtet ist, befeuchten Sie das Filterpapier mit einem dünnen Strahl heißem Wasser. Danach unbedingt das durchgelaufene Wasser aus der Kanne entleeren, sonst haben Sie ein wässriges, verschmutztes Endprodukt.

Schritt 3: Kaffeepulver in den Filter 

Als Nächstes geben Sie das frisch gemahlene Kaffeemehl in den angefeuchteten Filter – ca. 5 cm hoch. Beim Filterkaffee gilt es einer Brew Ratio zu folgen, mit der Baristas das Verhältnis von Kaffee zu Wasser beschreiben. Diese reicht von 1:15 bis 1:17 und ist mit 5,9 bis 6,7 g Kaffee auf 100 ml Wasser gleichzusetzen. Richtige Kaffeenerds und Baristas bereiten den Pour Over Kaffee mithilfe der Küchenwaage zu und wiegen Kaffeemehl und Brühwasser direkt beim Auffüllen ab. So stimmen auch die Mengen genaustens. 

Schritt 4: Filterkaffee aufbrühen 

Nun starten Sie mit dem Brühprozess und der Extraktion des Kaffees. Beim Blooming langsam das Wasser mit dem Wasserkessel aufgießen, damit das Kaffeepulver leicht aufquillt. Da bei diesem Prozess das Kaffeemehl aufschwemmt und es sich dabei entfaltet, wird er mit dem Aufblühen einer Pflanze verglichen und trägt deswegen seinen Namen. 

Warten Sie dann 30 Sekunden, dabei verliert der Kaffee CO₂ und entfaltet sein volles Aroma besser. Beim nächsten Schritt gilt es, Fingerspitzengefühl zu wahren: Das Wasser soll gleichmäßig in den Wasserkessel laufen. Am besten ohne direkten Kontakt zum Filterpapier. Schenken Sie den ersten Strahl kräftig ein und mit zeitlichen Abständen dann zaghaft und in kreisenden Bewegungen nachschütten. Dies dauert eine Weile. 

Die ideale Brühzeit beträgt 2 bis 3 Minuten, manchmal auch länger. Das Wasserniveau sollte immer konstant bleiben. Falls Sie aus Versehen mal zu viel eingießen, ist das auch kein Weltuntergang. Warten Sie, bis das Wasser durchgelaufen ist und schenken dann das restliche Wasser nach. 

Schritt 5: Zurücklehnen und genießen 

Hier geht es einzig und allein um den Genussfaktor. Setzen Sie sich in Ihren Sessel und trinken Sie genüsslich Ihren frisch gebrühten Kaffee. Mit dem übrig gebliebenen Kaffeesatz können Sie entweder die Pflanzen im Garten gießen oder ein Kaffee Peeling machen. 

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