Riva del Garda, Anfang Oktober 2007. Es ist mein erster Besuch bei einer italienischen Rösterei. Ich hatte vorher Wochen damit verbracht, im Internet zu recherchieren — welche Röstereien gute Bewertungen haben, welche Philosophien hinter ihnen stehen, wem ich vertrauen kann. Bei Omkafe hatten mich die Antworten überzeugt. Mit Elena, die für den Export verantwortlich ist, hatte ich einen Termin per E-Mail vereinbart. Genau an dem Tag, an dem ich kam, war sie auf einer Messe. Wir haben uns also bei meinem ersten Besuch nicht getroffen. Heute, fast zwei Jahrzehnte später, ist Elena eine gute Freundin geworden — und Omkafe gehört seit dem ersten Tag zu den wichtigsten Marken in meinem Sortiment.
Wenn Sie wissen wollen, wie eine echte italienische Familien-Rösterei funktioniert — was sie von den meisten anderen der etwa 700 bis 1.000 Röstereien in Italien unterscheidet, warum eine deutsche TV-Sendung 2019 einen ganzen Drehtag dort verbracht hat, und welcher Kaffee dort heute zu meinen Lieblingen gehört — dann nehme ich Sie hier mit.
1947 — eine Familie aus Liebe zum Kaffee
Die Geschichte von Omkafe beginnt nicht in Arco, wo die Rösterei heute steht. Sie beginnt während des Zweiten Weltkriegs, in Trento. Der spätere Gründer Ottorino Martinelli lernt dort bei Verwandten das Handwerk des Röstens. Es ist die Zeit, in der Kaffee in Italien noch ein seltenes, fast luxuriöses Gut ist. Wer eine Tasse trinkt, weiß das zu schätzen.
Direkt nach Kriegsende, 1947, kehrt Ottorino mit seiner Frau an den Gardasee zurück und gründet eine eigene Rösterei. Es ist ein bescheidener Anfang. Vorne ein kleines Café, hinten — unter den neugierigen Blicken der Gäste — der Ort, an dem geröstet wird. Wachstum gibt es zunächst kaum. Wie so viele Familienbetriebe, die nach dem Krieg mit einem damals noch ungewöhnlichen Produkt beginnen, dauert es, bis sich der Name herumspricht.
Der große Umschwung kommt in den 1980er- und 1990er-Jahren. Ottorinos Sohn und sein Schwiegersohn übernehmen das Geschäft. Sie öffnen Omkafe für die Gastronomie — Bars, Restaurants und Hotels rund um den Gardasee werden beliefert. Aus der kleinen Rösterei mit Ladenfront wird ein Lieferant für die professionelle Espresso-Kultur einer ganzen Tourismusregion. Heute, in dritter Generation, beschäftigt das Unternehmen rund 26 Mitarbeiter, beliefert Privatkunden und Gastronomie in mehreren Ländern Europas — und ist trotz der Größe geblieben, was es 1947 schon war: ein Familienbetrieb.
Der Name Omkafe — woher er kommt
Wer den Namen Omkafe zum ersten Mal hört, denkt nicht zwangsläufig an einen Eigennamen. Tatsächlich aber steckt hinter den vier Buchstaben des Worts eine genaue Herleitung. O und M sind die Initialen des Gründers — Ottorino Martinelli. Kafe ist die phonetische Schreibweise des italienischen caffè. Vorname, Nachname, Leidenschaft — drei Bestandteile, ein Wort. Es ist eine sehr italienische Geste, den eigenen Namen mit dem zu verschmelzen, wofür man brennt. Mehr Bekenntnis geht in vier Buchstaben kaum.
Drei Generationen, ein Prinzip

Heute führen zwei Brüder das Unternehmen. Lorenzo Martinelli ist Geschäftsführer und für das Operative zuständig — den Einkauf des Rohkaffees, die Qualitätssicherung der Röstungen, die Beziehungen zu den Kunden in mehreren Ländern. Sein Bruder Giovanni Martinelli ist Röstmeister und verantwortet das Lager und die Logistik. Eine klare Aufteilung, die seit Jahren reibungslos funktioniert.
Wenn ich Lorenzo beschreiben müsste, würden mir drei Worte einfallen: unkompliziert, ruhig, leidenschaftlich. Er ist der Typ Mensch, dem man seine Begeisterung für Kaffee in jedem Moment anmerkt — beim Sprechen über eine neue Rohkaffee-Lieferung, beim Verkosten einer Versuchsröstung, beim Erklären, warum eine bestimmte Bohne in einer bestimmten Mischung perfekt funktioniert. Geld interessiert ihn weniger als Qualität.
Das ist nicht dahingesagt. In den letzten Jahren hatten wir es mit teils dramatischen Preissteigerungen am Rohkaffee-Markt zu tun. Es war eine reale Frage, wie man konkurrenzfähig bleibt, wenn die Einkaufspreise steigen, die Verkaufspreise sich aber nicht beliebig nach oben anpassen lassen. Eine Möglichkeit, die viele Röstereien wählen, ist die schleichende Reduktion der Qualität — eine günstigere Robusta- Beimischung hier, eine kürzere Röstkurve dort. Wir haben oft darüber diskutiert. Für Lorenzo ist das ein absolutes No-Go. Er sagt: lieber verkaufen wir weniger und behalten unsere Qualität, als unseren Namen für ein paar Cent zu verraten. Das ist sein Maßstab. Und es ist einer der Hauptgründe, warum ich Omkafe seit 2007 in meinem Sortiment habe.
Was Omkafe von den meisten Röstereien unterscheidet
Italien hat zwischen 700 und 1.000 Röstereien — die genaue Zahl variiert je nach Definition und Quelle, aber es ist eine erstaunliche Zahl für ein Land, das sich vom Kaffeegenuss her oft monolithisch darstellt. In Wahrheit ist die Vielfalt enorm. Aber genau darin liegt auch das Problem: Bei vielen Röstereien wird qualitativ mittelmäßig gearbeitet. Auf Nachhaltigkeit, ethischen Einkauf und Detail-Qualität wird wenig Wert gelegt. Der Espresso schmeckt überall, mehr braucht es scheinbar nicht.
Omkafe ist anders. Drei Punkte, die das konkret machen.
Erstens: Energie. Die Hitze, die zum Rösten gebraucht wird, kommt bei Omkafe zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Das klingt nach Selbstverständlichkeit, ist es in Italien aber ganz und gar nicht. Es gibt fast keine Rösterei in Italien, in der Umweltschutz so konsequent gelebt wird. Bei Omkafe ist es eine strategische Grundsatzentscheidung — kein Marketing-Detail.
Zweitens: Direct Trade. Lorenzo Martinelli kennt seine Kaffeebauern persönlich. Er reist regelmäßig in die Anbauländer, prüft die Verhältnisse vor Ort, baut langjährige Beziehungen auf. Sein Vergleich: Kaffee ist wie Wein. Das Anbaugebiet ist entscheidend für Geschmack und Qualität. Wer am Ende der Kette die beste Tasse will, muss am Anfang der Kette die richtigen Partner auswählen. Diese Haltung kostet Zeit und Geld — und sie merkt man der Tasse an.

Drittens: das Versuchslabor. Lorenzo hat sich in der Rösterei ein eigenes Mini-Labor mit kleinen Rösttrommeln eingerichtet. Hier kann er kleine Mengen unter kontrollierten Bedingungen testen, neue Mischungen ausprobieren, Röstkurven feinjustieren. Die Stichproben werden anonymisiert und in einem ruhigen, sauberen Raum verkostet — nur Geschmack und Aroma zählen, keine Vorurteile. So entstehen neue Kreationen, so bleiben bewährte Sorten Jahr für Jahr auf gleich hohem Niveau.
Ein vierter Punkt — kein Qualitätsmerkmal im engeren Sinn, aber ein deutliches Zeichen für die Haltung des Hauses: Omkafe betreibt ein hauseigenes Kaffeemuseum. Es entstand mit dem Neubau in Arco, war zu Beginn überschaubar und wurde später deutlich erweitert und verschönert. Wer heute in der Rösterei zu Besuch ist, kann eine Reise durch die Geschichte des Kaffees machen — vom Anbau in den Ursprungs- ländern über die antiken Röstmethoden bis hin zu den ersten Espressomaschinen. Liebevoll gesammelte historische Bücher und Maschinen aus dem 19. Jahrhundert sind dort ausgestellt. Es ist ungewöhnlich für eine Rösterei dieser Größe, sich diese Mühe zu machen. Es passt aber genau in die Logik der Familie: Kaffee ist Kultur, nicht nur Produkt.
Wie der Kaffee bei Omkafe entsteht

Wer einmal selbst dort war, hat den Ablauf vor Augen. Er beginnt mit der Kontrolle des Rohkaffees, der direkt aus den Anbauländern eingekauft wird. Säcke werden geöffnet, die Bohnen kommen in den Fülltrichter. In einer Vertikalreinigungsmaschine werden alle Verunreinigungen und leichten Rückstände schonend entfernt — ein Schritt, den nicht jede Rösterei so sorgfältig macht. Anschließend wandert der Rohkaffee in den Silo, wo er nach Herkunft, Qualität und Charge unterteilt zwischengelagert wird, bis er an die Reihe kommt.
Geröstet wird auf einer Anlage mit 120 Kilogramm Trommelfassungsvermögen — eine klassische langsame Trommelröstung, wie sie für italienischen Premium-Kaffee typisch ist. Die Bohnen werden auf rund 200 Grad erhitzt. Während dieses Prozesses verlieren sie etwa 20 Prozent ihres Gewichts — gleichzeitig steigt ihr Volumen um rund 80 Prozent. Aus harten, grauen Rohbohnen werden die braunen, knusprigen Bohnen, die wir aus den Verpackungen kennen. Der gesamte Vorgang dauert 15 bis 20 Minuten und wird heute von zwei Computern gesteuert, die für jede Sorte einer spezifischen Röstkurve folgen.
Aber: Trotz aller Technik bleibt die Arbeit des Röstmeisters unersetzlich. Nur er kann anhand von Geruch, Farbe und Geräusch die optimale Röstkurve bestimmen. Nur er kann das gesamte Aromenpotenzial einer Bohne herausarbeiten und ihren individuellen Charakter zur Geltung bringen. In einer fertigen Röstkaffee-Bohne stecken rund 1.000 Aromastoffe — eine Zahl, die deutlich macht, wie viel Komplexität in jedem Schluck Espresso liegt.
Mein Weg zu Omkafe — vom ersten Besuch zur Freundschaft
Als ich 2007 mit dem Kaffee-eShop angefangen habe, ging ich systematisch vor. Ich habe in älteren Online-Shops geschaut, welche Marken dort gut bewertet waren, habe Empfehlungen aus Foren und von Freunden gesammelt, habe gezielt nach Röstereien gesucht, deren Philosophie zu meiner Idee passte: italienischen Premium-Kaffee, wie ich ihn auf meinen Reisen kennengelernt hatte, nach Hause holen und an Menschen weitergeben, denen Genuss etwas bedeutet.
Aus dieser Recherche entstand eine Shortlist. Mit den interessantesten Röstereien nahm ich Kontakt auf, ließ mir Musterkaffee schicken, verkostete zuhause. Die Marken, die mich überzeugten, kamen in mein erstes Sortiment. Im ersten Jahr habe ich allerdings nur drei Röstereien persönlich besucht: Omkafe, La Brasiliana und Diemme. Schlicht weil sie geographisch am nächsten waren und ich mit jedem Besuch einen ganzen Tag plus Anfahrt einplanen musste.
Bei Omkafe hatte ich, wie eingangs erzählt, mit Elena einen Termin vereinbart. Sie war ausgerechnet an meinem Termintag auf einer Messe, was ich vorher nicht wusste. Ein anderer aus dem Team hat mich durch die Rösterei geführt. Schon damals war klar: Hier wird anders gearbeitet als in vielen anderen Röstereien, die ich in meinen ersten Jahren als Importeur kennengelernt habe. Saubere Abläufe, ruhige Atmosphäre, sichtbarer Stolz auf das, was gemacht wird.
Die Rösterei stand 2007 noch in Riva del Garda, der Stadt am Nordwestufer des Sees. Erst später ist Omkafe in das nahe gelegene Arco gezogen, wo das Unternehmen heute seinen Hauptsitz hat — ein moderneres, größeres Gebäude, das den gestiegenen Produktionsbedarf abdeckt. Aber der Geist ist derselbe geblieben.

Aufnahme vom 02.10.2007 — die alte Rösterei in Riva del Garda, kurz vor dem Umzug nach Arco.

Seit 2007 besuche ich Omkafe ein- bis zweimal im Jahr. Der Gardasee ist von uns nur viereinhalb Stunden mit dem Auto entfernt — eine Strecke, die sich mit der Zeit zu einem festen Ritual entwickelt hat. Mit Lorenzo und Elena verbindet mich heute eine echte langjährige Freundschaft. Wir reden nicht nur über Kaffee, sondern über Familie, Reisen, das Leben. Das ist ungewöhnlich in einer Geschäfts- beziehung. Und es ist mit ein Grund, warum ich Omkafe nicht nur verkaufe, sondern empfehle.
Welt der Wunder — der Drehtag in Arco, 23. Juli 2019

Im Sommer 2019 fragte mich der Fernsehsender Welt der Wunder an. Sie planten eine Serie zum Thema Kaffee und wollten einen Beitrag über eine italienische Rösterei machen. Nach einigen Gesprächen stand das Konzept: Omkafe sollte vorgestellt werden — die Familie, die Geschichte, die Produktion. Lorenzo Martinelli und ich würden vor der Kamera Rede und Antwort stehen.
Der Drehtag selbst war für mich eine Erfahrung. Ich war mit meiner ganzen Familie unten — meine Frau und unsere beiden Kinder waren dabei, wir haben den Dreh mit ein paar Tagen Urlaub am Gardasee verbunden. Das TV-Team kam morgens nach Arco und blieb fast den ganzen Tag. Es war faszinierend zu sehen, wie viele einzelne Aufnahmen nötig sind, um am Ende ein gut sechsminütiges Video zu produzieren. Nahaufnahmen der Bohnen. Schnitt auf die Röstanlage. Schnitt auf Lorenzo. Frage. Antwort. Noch mal. Aus einem anderen Winkel. Mit verändertem Licht. Stunde um Stunde.
Lorenzo war an dem Tag in seinem Element. Er kannte jede Maschine, jeden Handgriff, hatte für jede Frage des Reporters eine substanzielle Antwort. Ich habe vor allem über meine Beziehung zur Rösterei und über das Sortiment gesprochen. Das Ganze lief unkompliziert und angenehm — ein langer Tag, aber einer, an den ich mich gerne erinnere.
Ausgestrahlt wurde der Beitrag dann am 13. Februar 2020 und in der Wiederholung am 16. Februar 2020 bei Welt der Wunder. Wenn Sie sich das Ergebnis selbst anschauen möchten — den ganzen Beitrag finden Sie hier:
Quelle: YouTube — „Welt der Wunder" zu Besuch bei Omkafe. Direkter Link: youtube.com/watch?v=84u9Hd8qw3w
Meine Lieblinge aus dem Omkafe-Sortiment

Ich werde oft gefragt, welchen Omkafe-Kaffee ich selbst zuhause trinke. Die ehrliche Antwort: Es kommt auf den Tag und die Stimmung an. Aber zwei Sorten sind bei mir immer in der Küche.
Omkafe Diamante — eine Mischung aus 92 Prozent Arabica und 8 Prozent Robusta. Für mich der perfekte Espresso für jede Gelegenheit. Nicht zu stark, nicht zu leicht, mit einer samtigen Crema und einem Aroma, das gleichzeitig Frucht, Schokolade und eine ganz dezente Würze hat. Der Diamante ist der Kaffee, den ich empfehle, wenn jemand einen vielseitigen Espresso für den täglichen Gebrauch sucht — vormittags genauso wie nach dem Abendessen.
Omkafe Ariva Bio — 100 Prozent Arabica, biologisch zertifiziert. Das ist der elegantere, feinere Bruder des Diamante. Wer reine Arabica-Mischungen schätzt, wer es fruchtiger und säurebetonter mag, wer auf zertifizierte Bio-Qualität Wert legt, kommt am Ariva Bio nicht vorbei. Ich greife zu ihm, wenn ich Zeit habe, einen Kaffee bewusst zu genießen — am Wochenende, nach einer guten Mahlzeit, mit einem Blick aus dem Fenster.
Welcher der beiden mir besser schmeckt? Tagesabhängig. Manchmal bin ich in Diamante-Stimmung, manchmal in Ariva-Bio-Laune. Beide gehören aus meiner Sicht zu dem Besten, was Omkafe macht — und beide sind so unterschiedlich, dass sie sich gegenseitig ergänzen, nicht ersetzen. Falls Sie die gesamte Omkafe-Auswahl einmal in Ruhe vergleichen möchten — auch neben anderen italienischen Familien-Röstereien wie Diemme, Martella oder Barbera — finden Sie alles auf unserer Übersichtsseite.
Wenn Sie Omkafe noch nicht kennen — beginnen Sie hier
Falls Sie überlegen, das erste Mal einen Omkafe- Kaffee zu probieren, gebe ich Ihnen drei Empfehlungen mit auf den Weg.
Für klassische Espresso-Trinker: Beginnen Sie mit dem Omkafe Diamante. Er ist die ausgewogenste Mischung im Sortiment und gibt Ihnen einen ehrlichen Eindruck davon, was Omkafe ausmacht — Qualität, Balance, Wiedererkennungswert. Wenn Sie diesen Kaffee mögen, werden Sie auch die anderen Sorten mögen.
Für Genießer reiner Arabica-Kaffees: Greifen Sie zum Omkafe Ariva Bio. 100 Prozent Arabica, zertifiziert biologisch, mit einer Eleganz im Geschmack, die deutlich vom Diamante abweicht. Wer Säure, Frucht und Klarheit schätzt, ist hier richtig.
Für Liebhaber kräftiger Espresso: Greifen Sie zum Omkafe Oro — eine etwas kräftigere Version des Diamante mit höherem Robusta-Anteil. Wer den klassischen, intensiveren italienischen Bar-Espresso schätzt — kräftig, mit voller Crema, ohne weich zu wirken — ist beim Oro genau richtig.
Das gesamte Omkafe-Sortiment mit ausführlichen Beschreibungen zu jeder Sorte finden Sie unter kaffee-eshop.de/omkafe.
— So geht es weiter —
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Omkafe hat viele Charaktere — von mild bis kräftig, konventionell bis Bio. Drei Wege, Ihren zu finden:
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Und ein Geständnis am Ende

Ich verbinde mit dem Gardasee mehr als nur Omkafe. Bevor ich anfing, italienischen Kaffee zu importieren, war ich am Gardasee Stammgast aus einem ganz anderen Grund: Windsurfen. Wir waren oft in Malcesine, dieser kleinen Stadt am Ostufer des Sees. Sie ist nicht der absolute Hotspot zum Surfen, aber das Gesamtpaket — das Wasser, die Berge ringsum, die Stadt, das Essen, das Licht — ist extrem schön. Mit einem Freund habe ich dort sogar einmal einen Italienischkurs gemacht. Leider habe ich davon fast alles wieder vergessen — bei meinen Besuchen in den Röstereien wird ohnehin meistens Englisch gesprochen, und ohne tägliche Übung verschwindet Sprache schneller, als man denkt. Ein paar Worte sind geblieben, aber kein echtes Gespräch.
Was ich damit sagen will: Italien hat sich für mich vom Urlaubsziel zu einer zweiten Heimat entwickelt. Der Gardasee ist Teil dieser Geschichte, Omkafe ist es genauso. Wenn ich einen Diamante zuhause aufbrühe, dann denke ich nicht an einen Kaffee. Ich denke an Riva, an Arco, an Lorenzo, an Elena, an viele Besuche, Gespräche, gemeinsame Mittagessen. An eine Familie, die seit 1947 das tut, was sie liebt — und die mir mit der Zeit selbst zur Familie geworden ist.
Genau das macht für mich italienischen Kaffee aus. Es ist nicht nur das Getränk. Es sind die Menschen dahinter. Wer Lust bekommen hat, Omkafe selbst zu probieren, findet das gesamte Omkafe-Sortiment im Shop — vom Diamante über den Ariva Bio bis zum Oro.
FAQs
Wo sitzt die Rösterei Omkafe?
Omkafe hat seinen Hauptsitz in Arco, einer kleinen Stadt am Nordende des Gardasees in der Region Trentino, Italien. Bis 2007 war die Rösterei in Riva del Garda beheimatet, der größeren Nachbarstadt direkt am Seeufer. Mit dem Wachstum des Unternehmens war ein Umzug in ein moderneres, größeres Gebäude in Arco notwendig. Geist und Familienbetrieb sind aber gleich geblieben.
Seit wann gibt es Omkafe?
Omkafe wurde 1947 von Ottorino Martinelli gegründet, direkt nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Der Name setzt sich aus seinen Initialen (O + M) und dem Wort „kafe" — der phonetischen Schreibweise des italienischen caffè — zusammen. Heute ist Omkafe in dritter Generation in Familienbesitz und wird von den Brüdern Lorenzo und Giovanni Martinelli geführt.
Welcher Omkafe-Kaffee ist der beliebteste für Espresso-Anfänger?
Mein klarer Favorit für Einsteiger: der Omkafe Diamante mit 92 Prozent Arabica und 8 Prozent Robusta. Diese Mischung ist ausgewogen, hat eine samtige Crema und schmeckt nach Frucht, Schokolade und einer dezenten Würze. Wer reine Arabica-Mischungen bevorzugt, sollte zum Ariva Bio greifen — 100 Prozent biologisch zertifizierter Arabica.
Was unterscheidet Omkafe von anderen italienischen Röstereien?
Drei Punkte machen Omkafe besonders: Erstens kommt die Energie für die Trommelröstung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen — selten in Italien. Zweitens pflegt Lorenzo Martinelli direkten Kontakt zu seinen Kaffeebauern (Direct Trade). Drittens betreibt Omkafe ein eigenes Versuchslabor und ein hauseigenes Kaffeemuseum. Der Welt-der-Wunder-TV-Beitrag von 2019 hat diese Besonderheiten ausführlich gezeigt.
Wo kann ich Omkafe-Kaffee in Deutschland und Österreich kaufen?
Das gesamte Omkafe-Sortiment finden Sie in meinem Kaffee-eShop — mit Versand nach Deutschland, Österreich und in weitere EU-Länder. Ich beziehe die Bohnen direkt aus der Rösterei in Arco und stehe seit 2007 in regelmäßigem persönlichem Kontakt mit der Familie Martinelli. Frische und Qualität sind dadurch garantiert.
![]() | WALTER GEFÄLLKaffee-Experte und Inhaber von Kaffee-eShop, 1. Mai 2026 |
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